Mittwoch, 22. Dezember 2021: Von Verbesserungen, Motivation und Heimkehr

Das Konzert in Bremen war der beste Auftritt der Band auf der gesamten Tour. Da Mark der einzige Gitarrist war, musste er sowohl den Lead als auch den Rhythmus übernehmen, was zu einigen kurzen Pausen im Gitarrenspiel führte, mit denen er aber sehr kreativ spielte. Insgesamt machte es die Musik noch eine Nuance besser.

Auch das Bremer Publikum war begeistert von der Hamburger Band. Das muss man auch erst einmal schaffen. Die letzten CDs gingen weg wie warme Rundstücke. Marks Freundin war auch dabei. Sie hatte die letzten Tage, in denen Mark auf Tour war, quasi als Urlaub genutzt, wie sie mir sagte, war jetzt aber doch glücklich, dabei zu sein. Ich freute mich, dass sie da war, weil ich seit unserer gemeinsamen Zeit in Hamburg auch noch sehr gut mit ihr befreundet bin.

Freunde sind schon etwas Gutes.

Gleich heute Morgen setzte ich mich im Frühstücksraum an meinen Roman, noch bevor die anderen dazukamen. Erst nach einer Stunde gesellten sie sich zu mir. Wir hatten noch ziemlich spät das Ende der Tour gefeiert. Dementsprechend müde, aber auch zufrieden, waren alle.

Max: Wo holst du das nur her?

Ich: Was denn?

Max: Diese Motivation früh aufzustehen und zu arbeiten.

Ich: Ach, Motivation ist ganz einfach zu finden. Man darf sich nur nicht zu viel vornehmen. Beim Joggen zum Beispiel. Du musst dir nur abends die Sportsachen hinlegen und dir vornehmen, sie gleich nach dem Aufstehen anzuziehen. Dann zieht man sie an und verlässt das Haus. Das ist alles. Wenn man dann schon mal mit Sportsachen draußen steht, dann kann man auch loslaufen.

Max: Und so hast du das heute Morgen gemacht?

Ich: Mehr oder weniger. Beim Schreiben überkommt es mich manchmal. Da kann ich auch müde schreiben. Es kitzelt mich dann in den Fingern und im Blut und im Urin und überall. Dann muss ich einfach loslegen. Außerdem ist da die Angst, dass ich sonst alles wieder vergesse.

Nun geht es wieder zurück nach Heidelberg. Ich sitze gerade im Zug und genieße die Aussicht auf den Hauptbahnhof von Hannover. Gibt auch schönere Dinge. Aber was soll ich jetzt pathetisch darüber klagen, wie grausam es ist, wenn die Freunde so weit weg wohnen. In etwa zwei Stunden bin ich in Frankfurt. Kurz nach 18 Uhr in Heidelberg. Um halb 7 zu Hause. Dann geht der Alltag los. Sofern ich so etwas habe. Obwohl… zunächst ist ja Weihnachten. Man sollte langsam mal Geschenke kaufen.

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