Freitag, 3. Dezember 2021: Von Winterschlaf, Kälte und Toastern

Ich war heute mal wieder draußen. Das lassen wir demnächst lieber. Habe mir die Hände abgefroren, sodass ich erst einmal Handschuhe kaufen musste. Im Dezember in die Altstadt. Das ist auch nichts, was man seinen Feinden wünscht.

Da hat es so ein Bär schon besser. Der hält Winterschlaf. Das finde ich von der Natur toll gemacht. Wenn ich so lang schlafen könnte, ohne Rückenschmerzen zu bekommen oder ständig auf die Toilette zu müssen, dann würde ich das auch ganz gern machen, um die eisige Jahreszeit zu überspringen. Aber wie schön wäre es, einfach den ganzen Mist zu verschlafen, der gerade so passiert. Wenn wir uns alle einfach 3 Monate hinlegen würden und unseren Mund halten, wäre doch das Erwachen im März ganz schön. Man weiß gar nicht mehr, warum man sich so gestritten hat. Pandemie ist auch kein Thema mehr, weil ja seit 3 Monaten niemand mehr mit jemandem Kontakt hatte. Im Internet schreibt niemand mehr Blödsinn. Herrlich.

Jetzt mal ehrlich: Was hat der Dezember denn wirklich Gutes? Es ist arschkalt. Der Tag fängt erst gegen halb 9 an, weil es dann erst hell wird, und ab 16:30 Uhr ist quasi Nacht. Wenn man die Sonne überhaupt mal sieht. An jeder Ecke ist schon seit Halloween Weihnachten, wobei wir ja im Moment nicht einmal wissen, wie das Weihnachtsfest dieses Jahr aussehen wird. Alle Lieferdienste sind im Katastrophenmodus und wenn ich spontan einen neuen Toaster bestellen will, kommt der erst nach Weihnachten an. Da muss ich doch tatsächlich noch höchstpersönlich vor die Tür und ins Geschäft und mich der Pandemie aussetzen. Herrlich.

Ein Lebenstipp für alle: Stellt euren Toaster am besten nicht neben den Herd. Denn wenn sich zwei Dinge nicht vertragen, sind das heiße Herdplatten und darauf liegende Stromkabel. Und bevor wieder alle mir die Schuld geben: Wir haben seit gestern Besuch von der Schwester meines Mitbewohners und seiner Nichte, die seit ein paar Monaten laufen kann und offenbar gerade gelernt hat, wie man an Knöpfen dreht.

Leider muss ich selbst gestehen, dass ich nichts häufiger ermordet habe als Toaster, wenn man mal von Ameisen oder anderem Getier absieht, dass man aus Versehen platt getreten hat. Aber das ist dann ja auch immer ein Unfall. Kein Mord. Ein Mord geht ja nur mit Vorsatz. Man könnte mir höchstens Fahrlässigkeit unterstellen, weil ich nicht ständig auf den Boden sehe. Ich bin mehr ein Hans Guck-in-die-Luft. (Hier bitte schallendes Gelächter vorstellen.) Und dann gibt es natürlich noch Mücken. Aber da würde ich auch nicht von Mord sprechen, eher von Notwehr. Und Fruchtfliegen. Aber die zählen nicht.

Es ist übrigens nicht zu empfehlen, den Toaster auf die Seite zu legen und ein mit Käse belegtes Brot hineinzuschieben. Erstens bekommt man ihn nur schwerlich wieder heraus, zweitens ist es eine Riesensauerei, wenn der Käse in die Glühstäbe läuft. Das Säubern ist dann auch so eine Sache.

Wenn man einen Toaster bewegt, sollte man darüber hinaus immer sichergehen, dass das Kabel ausgesteckt ist. Denn wenn an der Leiste, an dem der Toaster noch elektrischen Saft schöpft, auch noch die Mikrowelle hängt, ist doch klar, welches Gerät man auffängt und welches man fallen lässt, wenn man zu sehr gezogen hat.

Bacon, Ananas und Steak sind auch nichts für Toaster. Habe ich alles einmal für euch da draußen (bzw. drinnen muss man heute ja wahrscheinlich eher sagen) getestet.

Am Tod dieses Toasters hatte ich dieses Mal aber immerhin keine Schuld.

Zum Glück gibt es in Elektrogeschäften noch Toaster für den Spontankauf der Laufkundschaft. Aber es sollte mich eigentlich nur wenig überraschen. Toaster sind schließlich ein beliebtes Mitbringsel von Touristen für die Lieben daheim. Ein schönes Motiv vom Heidelberger Schloss. Und wenn der Toast herauskommt, ist schön schwarz die Kontur vom Brückentor der Alten Brücke eingebrannt. Schmeckt zwar verbrannt, ist aber ein richtiger Renner.

Mein Erfolg heute: Ein Toaster und ein Käsebrötchen beim Bäcker. Sicher ist sicher.

Morgen ist Samstag. Das ist mein Kalender-Service für heute. Das bleibt aber einmalig, weil ich hoffentlich morgen wieder über meinen Roman berichten kann. Und das Blog hat einen Sinn. Na endlich.

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