Mittwoch, 22. Dezember 2021: Von Verbesserungen, Motivation und Heimkehr

Das Konzert in Bremen war der beste Auftritt der Band auf der gesamten Tour. Da Mark der einzige Gitarrist war, musste er sowohl den Lead als auch den Rhythmus übernehmen, was zu einigen kurzen Pausen im Gitarrenspiel führte, mit denen er aber sehr kreativ spielte. Insgesamt machte es die Musik noch eine Nuance besser.

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Dienstag, 21. Dezember 2021: Von Schreibplätzen, dem Merchstand und Lampenfieber

Ich bin mir übrigens darüber im Klaren, dass ich für dieses Blog keinen Pulitzer- oder Nobel-Preis gewinne. Ihr müsst bedenken, dass ich diese Zeilen hier immer zwischen Tür und Angel schreibe. Auf Parkbänken, im Backstage-Raum, während neben mir verzerrte Gitarren dröhnen, im Bus, der hin- und herwackelt. Oder an einem Tisch, an dem gleichzeitig zwei Bandmitglieder streiten.

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Montag, 20. Dezember 2021: Von Rock’n’Roll und nicht Rock’n’Roll und einem Rauswurf

Heute Pause. Alles, was wir tun, ist nach Bremen fahren. Dort ist morgen das letzte Konzert. Habe gestern eine Geschichte über einen Pinguin vorgelesen. Kam gut an. Die Vorband war sehr trinkfest haben wir dann gemerkt. Die haben ordentlich vor, während und nach ihrem Auftritt gebechert, sodass die Shy Knights sich ihrer Rockerattitüde nicht mehr so sicher waren.

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Samstag, 18. Dezember 2021: Von Kontroversen, Rassismus und Doppelkopf

Eine Nachricht von Günther:

„Bist du des Wahnsinns? Du kannst doch nicht anfangen, über Emanzipation und Sexismus zu schreiben! Die Leute steigen dir aufs Dach! Du weißt ja nicht, was du dir selbst damit antust. Du solltest bei solch kontroversen Themen immer vage bleiben, wenn du sie öffentlich diskutierst.“

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Freitag, 17. Dezember 2021: Von Freizeit, Türaufhalten und Abgründen

Der Wagen schnurrt wieder wie ein Kätzchen (oder wie ein kranker Bär, aber sei es drum) und Stralsund strahlt uns sonnenlos an. Die Unterkunft ist zwar nichts Besonders, nur ein kleines Hotel, aber hat angenehm gemütliche Betten. Während die anderen noch schlafen, gehe ich ein wenig die Innenstadt erforschen, laufe hier und da hin und gelange schließlich zum Zoo, den ich mir kurzerhand auch noch ansehe. Doch richtig gut wird es erst im Skurrileum.

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Donnerstag, 16. Dezember 2021: Von Abstimmungen, langen Wegen und Unplugged-Auftritten

Habe ich nicht gestern noch gesagt, wie angenehm das Wetter ist? Ich nehme das zurück. Bei 25 Grad und Sonne können wir noch einmal darüber sprechen. Zumindest wenn ich irgendwo mitten in Mecklenburg-Vorpommern zu Fuß unterwegs bin.

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Dienstag, 14. Dezember 2021: Von Beinaheunfällen, Ex-Freundinnen und Übernachtungen

Engstelle. Zwei Spuren führen zusammen. Wir auf der linken. Neben uns ein roter Kleinwagen, der zwar noch hinter uns ist, aber glaubt, er wäre schneller. Wie ein kleiner Dackel, der meint, er müsste sich mit einem Bernhardiner anlegen. Ein verdammt großer, sabbernder Bernhardiner. Der Vergleich ist nicht weit hergeholt, weil ich schon gestern gemerkt habe, dass der Wagen Öl oder irgendeine andere Flüssigkeit verliert.

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Montag, 13. Dezember 2021: Von Songnormen, Ballermannhits und Autobatterien

Die Kreativität darf man Mark Hauser definitiv nicht absprechen. Beim Frühstück erzählte er mir lang und breit von einer neuen Songidee, die ihm während des Auftrittes gestern gekommen war. Ein Lied über die Starre mancher Dinge, dass sich manchmal nichts bewegt und revolutioniert.

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Sonntag, 12. Dezember 2021: Von Hausnummern, Umzügen und G-Saiten

Erster Halt: Hamburg. Die Fahrt zum Konzert war kurz. Das habe ich mir aber fast gedacht, es ist schließlich in derselben Stadt. Aber das ist ja erst heute Abend. Und dafür bin ich eigentlich schon viel zu müde.

Von vorne: Aufstehen mit Rückenschmerzen. Isomatten sind nichts für mich. Zumindest nicht, wenn die Luftmatratze, die mich von ihr trennt über Nacht allmählich so viel Luft verliert, dass sie im Grunde auch hätte fehlen können.

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Freitag, 10. Dezember 2021: Von frühen Uhrzeiten, Musik und Versprechen

Im Zug schreibt es sich doch tatsächlich weniger gut als gedacht, wenn man während der REM-Phase zum Bahnhof geht und in die Bahn einsteigt. In Mannheim einmal umsteigen, und dann geht es über vier Stunden geradeaus. In Kassel wache ich dann schließlich auf und begutachte meine Umgebung. Ein Zug. Wie ich darein komme, weiß ich nicht einmal ganz sicher, da ich mich kaum mehr erinnere. Aber immerhin scheine ich alles dabei zu haben.

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Donnerstag, 9. Dezember 2021: Vom Packen und Bahnfahrt

Packen ist vielleicht unangenehm. Besonders wenn man so lang weg ist. Bis kurz vor Weihnachten geht die Tour der Band. Da muss man schon überlegen, was man mitnehmen will. Klamotten, na klar. Aber in was für Gegenden sind wir denn da? Kann ich da einfach meinen Laptop mitnehmen? Was ist, wenn mir den jemand klaut. Und ohne Laptop kann ich nicht bloggen. Oder nimmt mein Provider auch Briefe entgegen?

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Mittwoch, 8. Dezember 2021: Von Bots, Amateurphilosophie und Tour

Wenn ich das hier als Tagebuch schreiben würde, wäre es tatsächlich nicht sonderlich interessant. Soll ich erzählen, dass ich heute mit einem Kollegen essen war, der mir einen Auftrag für Januar verschafft hat? Könnte ich machen, aber was geht es meine Leser und Leserinnen und alle anderen an?

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